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DuVallon, Familientradition seit 1951

DuVallon,
Familientradition seit 1951


Es war im Jahr 1951 als mein Vater Roger Zurbuchen, geboren 1910 in Bayards, begonnen hat heimlich in Fleurier / Val-de-Travers zu destillieren. In Bayards destillierte seine tante, Bertha Zurbuchen, auch « la Malotte » genannt, schon seit langem.

M. Matthey-Claudet, ein Blechschmied in Môtiers, stellte den Destillierkolben meines Vaters her und weihte ihn in die Kunst des Destillierens ein. Die Familie erarbeitete ein Rezept für einen wohlriechenden Absinthe, welcher aufgrund der Zusammensetzung von grossem und kleinem Wermut und einigen weiteren ausgesuchten Kräutern ein wenig Bitter und gleichzeitig nicht zu stark schmeckte.

Danach war es meine Mutter, Marta Charrère, welche sich um das destillieren, abfüllen und ausliefern kümmerte.

Das heimliche Destillieren wurde während 40 Jahren praktiziert. Gleich dreimal haben die Inspektoren der Bundesverwaltung eingegriffen und aufgrund des Verstosses gegen das im schweizerischen Bundesgesetz geltende Absintheverbot geklagt.

Meine Eltern waren bereits schon gestorben als am 1. März 2005 Absinthe legalisiert wurde. Wir haben dann im November 2005 mit Erlaubnis der Eidgenössischen Alkoholverwaltung das Destillieren weitergeführt und sogar eine Erzeuger-Nummer (Nr. 121859) bekommen.

Unser unter dem Namen DuVallon auf den Mark gebrachter Absinthe, wird in kleinen Mengen in einem Destillierkolben einer Brennerei im Val-de-Travers hergestellt.

Wir benutzen für unseren Absinthe ausschliesslich sehr alte Wermutpflanzen aus einem Garten in Fleurier, um dem traditionellen Familienrezept treu zu bleiben: Stark im Geschmack und gleichzeitig sanft auf der Zunge.

Für das Fest an welchem der zweite Jahrestag seit der Legalisierung von Absinthe gefeiert wurde, hatten wir in sehr kleinen Mengen einen gefärbten Absinthe hergestellt. Er ist mit Blättern des grossen Wermuts aus dem Val-de-Travers eingefärbt worden und trägt den Namen « Die grüne Witwe » (Veuve verte). Dieses Produkt, welches in abgedunkelten Flaschen verkauft wird, ist aufgrund seines Charakters eher für die Abendstunden gedacht.

Jaquet Charrère


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